Dehli – Wenn du der Exot bist

An den orange-rot-farbenen Punkt oberhalb meiner Nasenwurzel habe ich mich schon gewöhnt, ich finde ihn sogar sehr schön. Er passt zu mir. Die nette Dame vom Hotel Le Meridien New Dehli, hat ihn mir aufgedrückt und mich mit einem Namaste im Hotel herzlich willkommen geheißen. Denn Besucher werden in Indien immer besonders geehrt und durch diese Begrüßung segnet die „Hausherrin“ sie.

Mit vor der Brust aneinander gelegten Handflächen senke ich leicht meinen Kopf bedanke mich und lasse mich auf das Abenteuer Indien ein. Namaste.

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Hupende Autos, Motorrollergeräusche, feuchte 33 Grad und das Gedränge durch die über 16 Mio Einwohner fassende Stadt sollen unser Wegbegleiter durch die Metropole Dehli sein.

Und noch etwas ist allgegenwärtig: Plötzlich bin ich der Exot.

Obwohl meine Haut gut gebräunt und meine Haare dunkelbraun sind, falle ich an öffentlichen Orten in Dehli auf. Liegt wohl auch an meiner Größe. Mit 173 cm bin ich im Verhältnis zu einer indischen Frau ziemlich großgewachsen. Dass man oder besser Frau von oben bis unten gemustert wird und das in einer offensichtlichen Art und Weise, ist für mich neu und ungewohnt.

Sogar Fotos wollen Einheimische von und mit mir machen.

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Shopping & Sightseeing in Dehli

Eine der Top Sehenswürdigkeiten ist das Humayun-Mausoleum. Gebaut von der Witwe Humayuns liegt das Grabmonument in einer weitläufigen Gartenanlage und zählt aufgrund der Architektur im persischen Stil und den roten und beigefarbenen Sandstein aus Rajasthan zu den prächtigsten Bauwerken Dehlis.

Humayun-Mausoleum

Humayun-Mausoleum2

Gleich gefolgt vom sogenannten Qutb-Komplex. Dabei handelt es sich um ein Gelände im Süden von Dehli auf dem die Ruinen der ersten Moschees Dehlis sowie von einem der höchsten Turmbauten der isalmischen Welt dem Autb Minar – ein Sieges- und Wachturm – zu besichtigen sind.

Autb Minar

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Nach soviel Kultur will die Shoppinglust befriedigt werden: Gewürze, Schals, Kleidung, Schuhe, Souvenirs und Teppiche lassen sich auf einem traditionellen Streetmarket wie dem Janpath Market in Neu Dehli wunderbar einkaufen. Es darf gehandelt werden.

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Entgegen mancher Warnungen in Reiseführern probieren wir auch frisch zubereitetes Streetfood, das herrlich schmeckt und keinerlei der prophezeiten Magenprobleme nach sich zieht.

Dem netten indischen Herrn musste ich nur erklären, dass ich meine Mahlzeit nicht indian-spicy sondern „nur“ western-spicy mag.

Obwohl ich gerne scharf esse, ist die indische Würzung schon nochmal um einiges heftiger und mit Vorsicht zu genießen. Zum Thema Essen gibt’s übrigens im zweiten Blogbeitrag rund um Indien mehr. Soviel schon mal vorab: Das indische Essen war das Highlight meiner Reise.

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Nächtigen in Dehli

Für Sightseeing ist das 5* Le Meridien New Dehli aufgrund der Lage mitten im Zentrum perfekt. Die Zimmer sind geräumig und elegant gestaltet. Zu den Annehmlichkeiten zählen zudem 6 Restaurants und Lounges, ein SPA mit Außenpool, Schönheitssalon und Fitnesscenter.

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Für eine Stopp-over Night oder Business Gäste bietet sich das 5* Le Meridien Guragaon nur 20 Autominuten vom Flughafen Dehli 32 Kilometer südwestlich der indischen Hauptstadt, entfernt an. Zu den Annehmlichkeiten des Hotels zählen ein SPA, Außenpool mit Poolbar, Nightclub, Fitnesscenter, Veranstaltungsräumlichkeiten sowie 2 Restaurants und die Hotelbar. (Achtung: sehr hohe Getränkepreise). Die Zimmer sind dank eigener Nespresso Maschine, Yogamatte und Bose Lautsprecher System top ausgestattet.

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Fliegen

Seit April 2016 bedient Air India die Strecke Wien – Dehli. Air India – Mitglied der Star Alliance – fliegt uns über Nacht im Dreamliner 787 von Wien nonstop nach Dehli. Die Flugdauer von 7 Stunden ist aufgrund vieler Features und dem zuvorkommenden Service sehr komfortabel. Wohl auch weil wir Business Class genießen durften.

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Die insgesamt 18 Business Class Sitze verfügen über einen Sitzabstand von 188 cm und lassen sich per One-touch Technology in ein 180 Grad Flat-Bed verwandeln. Auf den LCD-TVs erwarten uns insgesamt 250 Stunden Unterhaltungsprogramm (auch in deutscher Sprache). Amenitykit und Menükarte gibt es leider nicht, dafür werden mir Kopfkissen, eine extra weiche Decke sowie bei Bedarf ein Pyjama zur Verfügung gestellt. Kulinarisch kann ich zwischen kontinentalem oder indischem Essen – jeweils in vegetarischer oder nicht-vegetarischer Form – wählen.

TOP: Bei der Langstrecke kann der Passagier in der Economy Class 2 Gepäckstücke á 23kg und in der Business Class 2 Stück á 32kg ohne Kosten einchecken!

Air India verfügt über ein Streckennetz mit 72 innerindischen Destinationen und 35 weiteren internationalen Zielen, wie zB Colombo, Bangkok, Sydney.

Preis VIE-GOA-VIE: 950,- p.P. inkl. aller Taxen und Gebühren, Hin und retour

www.airindia.de

Visum

Für Indien braucht man ein Visum (30 Tage). Kann man bei der Botschaft persönlich machen lassen oder bequem online. Ich hab es über diese Website gemacht: https://indianvisaonline.gov.in/visa/tvoa.html und es hat super geklappt. Der Fragebogen ist sehr umfangreich und folgendes solltet ihr bei der Hand haben:

  • Bild von euch (Gesicht – ähnlich Passfoto), als jpg in kleiner Dateigröße
  • Eingescannter Pass
  • Adresse vom ersten Hotel
  • Flugnummer bzw. Name der Airline

Bezahlt wird mittels Kreditkarte. Per E-Mail wird man innerhalb von 48 Stunden informiert ob der VISA Status anerkannt ist. Diese Benachrichtigung ausdrucken und mitsamt dem Pass mitführen. In Indien am Flughafen bei der Einreise den Schalter (ganz am Ende) für Online-VISA Holder aufsuchen. Dort werden dann Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht und schon darf man einreisen. Kostenpunkt für das E-VISA: 45 Euro

*Die Reise fand im Auftrag des travellers (www.traveller-online.at) und auf Einladung von Air India statt.

8 Comments

  • Hallo Silvia
    Hört sich an wie bei uns in Sri Lanka. Wenn man es einmal gemacht hat, ist der Visaantrag nicht so schwer, aber etwas Englisch schadet dabei nicht. Das Essen in Indien scheint sehr scharf zu sein und die Gewürze sind einfach ein Traum. Da habe ich mich eingedeckt damit gg
    First class uiui das ist echt komfortabel und bei langen Flügen schon super
    Liebe Grüße

  • Hi,
    schöner Blogeintrag, der sich mit meinen Indien-Eindrücken ziemlich genau deckt…
    Komme gerade von meiner Indienreise (Delhi-Agra-Bharatpur-Jaipur) zurück und das Phänomen, dass man selbst zur Kuriosität für die Einwohner wird, ist mir auch sehr stark aufgefallen 😀
    Wurdest Du auch regelmäßig gefragt, ob man mit dir ein Foto machen kann?
    Ich war, was das angeht, anfangs etwas überrascht, aber irgendwann gewöhnt man sich doch daran!

    Viele Grüße
    Patrick

    • silvia-tichler sagt:

      Hallo Patrick. Ja das Phänomen „Can I make a picture with you“ ist mir nur zu bekannt. Keine Ahnung auf wievielen Bildern ich drauf bin *g*. Deine Reiseroute hört sich gut an. Wie war es außerhalb von Dehli?

      • Außerhalb von Delhi war es vor allem sauberer- das für mich einzige große Manko (besonders in Old Delhi und Paharganj) an dieser sonst tollen Stadt…

        Aber allgemein war wohl der Abstecher nach Bharatpur mein Highlight- dort waren nochmal weit weniger Touristen als im klassischen Goldenen Dreieck, wodurch man viel eher in Kontakt zu den Locals kam, ich wurde beispielsweise von einem Hotelangestellten zu einer Hinduzeremonie eingeladen… auf sowas hätte ich in den großen Städten (Bharatpur ist mit über 200.000 Einw. zwar auch kein Dorf) wohl lange hoffen müssen 😀

  • Hallo Sivia, super Bericht wiedermal. Hört sich spannend an. Ich war Indien noch nie, habe aber schon einiges gehört. LG Doris

  • Hallo Silvia, super Bericht wiedermal. Ich habe auch schon viel von Indien gehört, war aber nicht immer so positiv. Danke für deinen Bericht!

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