Gedanken einer Reisesüchtigen.

Redhead girl with suitcase in the autumn park.

Ich bin gerne unterwegs, ich liebe es in Flugzeugen zu reisen, ich liebe es Reiseführer zu lesen, ich liebe es, mich für eine Destination zu entscheiden oder in eine mir bis dato unbekannte Frucht zu beißen.  Ich liebe es an einem Seetag auf einem Schiff nur Wasser sehen zu können oder in der Wüste nur von Sand umgeben zu sein. Und am meisten liebe ich es, wenn ich das erste Mal in einem fremden Land das Meer riechen kann.

Und für all das muss ich mich manchmal rechtfertigen…

Bist du auch mal zuhause? Bist du schon wieder unterwegs?

Sind Fragen die mir oft gestellt werden. Ihr solltet dazu noch den vorwurfsvollen Blick sehen, mit dem ich bedacht werde. Als würde ich Haus & Hof samt Mann & Kinderschar zurücklassen  und somit dem drohenden Hungertod und der vorsätzlichen Verwahrlosung aussetzen. Von der offensichtlich Nichtzuschätzendwissenden Schönheit Österreichs mal abgesehen. Vorne weg: in der Tat lasse ich Haus & Mann öfter als der durchschnittliche Österreicher „zurück“. Dieser hat sich bis dato aber weder Langweile noch Hunger beklagt. Mit Hof und Kinderschar kann ich nicht dienen, somit sei mir hoffentlich ein bisschen Milde zugedacht.

2 Arten von Menschen

Es gibt zwei Arten von Menschen:

  • Jene, die sagen zu Hause ist am schönsten und deshalb nirgends anderes hin wollen.  Fernweh quasi nicht vorhanden.
  • Und die Anderen! Die Fernweh-Geplagten. Jene, die ein Rastloses-Dasein fristen und viele Stunden in Wartehallen an Bahnhöfen und Flughäfen zubringen, eingequetscht schlafend Langstreckenflüge in der eco-Klasse erdulden, ständig mit der Planung einer neuen Reise beschäftigt sind und auf der Suche nach neuen Zielen das Internet durchforsten. Ja zu dieser Sorte gehör dann wohl ich.  Wobei von einer Plage und Erdulden natürlich nie und nimmer die Rede sein kann. Ich halte es für ein Geschenk.

Muss ich mich dafür rechtfertigen?

Ich denke nicht und trotzdem tue ich es gerade in irgendeiner Art und Weise.

Und daher sage ich es laut und bekenne mich: ICH  REISE GERNE! Und das VIEL! 

Die unbändige Reiselust

Ich bin gerne unterwegs, ich liebe es in Flugzeugen zu reisen, ich liebe es Reiseführer zu lesen, ich liebe es, mich für eine Destination zu entscheiden oder in eine mir bis dato unbekannte Frucht zu beißen. Ich liebe es an einem Seetag auf einem Schiff nur Wasser sehen zu können oder in der Wüste nur von Sand umgeben zu sein. Und am meisten liebe ich es, wenn ich das erste Mal in einem fremden Land das Meer riechen kann.

Die einzige Plage der ich ausgesetzt bin, ist jene, dass es irgendwie kein Land, keine Stadt gibt, die ich nicht gerne sehen und erleben möchte. Alles übt einen Reiz auf mich aus. Egal ob Städtereise in den Norden, Kreuzfahrt am Mittelmeer, Pauschalurlaub in der Karibik oder USA Rundreise mit Camper. Und ich seh mich ständig damit konfrontiert, dass die Welt zu groß ist um annähernd alles bereisen zu können!

Was hat der Schütze damit zu tun?

Das Bedürfnis zu reisen ist bei mir wohl stärker ausgeprägt als bei manch Anderem. Liegt vielleicht auch an meinem Sternzeichen. Zumindest nehme ich das gerne als Ausrede. Schützen sind lt. diversen Foren und Büchern ­neugierig, brauchen neue Aufgaben und Herausforderungen, das Leben ist ein Abenteuer, Routine ist der Feind. Würden mich meine Freunde und meine Familie beschreiben – ja ich denke das wären ihre Worte. Na bitte da haben wir es schon. Ich kann gar nix dafür. Meine beinahe unbändige Reiselust habe ich meinem Sternzeichen zuzuschreiben. Ehrlicherweise muss ich ihr aber schon anmerken, dass der Schütze wahrscheinlich den Ausschlag gibt ich aber durchaus was dazu beitrage und auch mein Lebenskonzept danach ausrichte (keine Kinder, selbstständig, freie Reisejournalistin)

Ich vs die Anderen

Ich hab nichts gegen die andere Sorte – die nicht-reiselustige-Sorte. Für mich halt nicht nachvollziehbar. Andersrum wird es ganz gleich sein. Aber ich hab noch nie jemanden vorwurfsvoll gefragt „Bist du noch immer da?“ „Wann fliegst du endlich auf Urlaub?“ „Warum reist du nicht?“. Und ich hätte es halt gerne genauso. Also bitte keine vorwurfsvollen Blicke, sondern freut euch für mich.

In diesem Sinne viel Spaß beim Reisen und auch beim Zuhause bleiben!

Kleiner Nachtrag:  Zu Hause ist es am Schönsten. Sagen kann ich das deshalb, weil ich viel Anderes im Vergleich dazu gesehen habe.

2 Comments

  • Romana G. sagt:

    Liebe Silvia! Ich beneide dich für deine Reiselust. Ich finde es großartig, dass du dir die Welt anschauen willst. Reisen ist tatsächlich etwas Spannendes und erweitert im wahrsten Wortsinn den Horizont. Ich für meinen Teil reise eher selten, habe Europa noch nie verlassen. Die Sehnsucht danach, verspüre ich allerdings durchaus. Vielleicht werde ich ja eine „Spätreisende“… Also meine Liebe: kein schlechtes Gewissen! Raus mit dir, es gibt so Vieles zu entdecken auf unserem Planeten. Ich wünsche dir viele spannende Begegnungen, atemberaubende Landschaften, bereichernde Wege und unvergessliche Erlebnisse!

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