Verliebt in Riga – 10 Gründe dafür

Die Altstadt von Riga

Ich habe mich auf Anhieb in die Stadt verliebt. Das verlängerte Wochenende in der lettischen Hauptstadt war zwar schon länger geplant und über Schöner Reisen Wiesinger gebucht, aber irgendwie fand ich nicht Zeit mich vorzubereiten.

Erst zwei Tage vor Abflug nahm ich den Reiseführer zur Hand und studierte einige Reiseblogs von Kollegen auf der Suche nach Tipps und Einblicken. Und hier wurde mir klar, dass ich Riga schon viel eher auf meine Reise-To-Do Liste hätte setzen sollen.

Man denkt immer an Stockholm, Oslo, Kopenhagen oder Helsinki, aber ich kann euch sagen, vergesst bloß nicht auf Riga. Warum? Meine 10 Gründe warum ich mich in diese Stadt verliebt habe:

1 ) Quadratisch, praktisch, gut: Die Altstadt von Riga

Nachdem die Stadt eher klein gehalten ist mit 700.000 Einwohner und eine Fläche von 300 km2 ist sie ideal für Reisende mit wenig Zeit. Während eines Freitag-Sonntag Städtetrips kann man die Altstadt (die auch das Highlight und Must-see der Stadt ist) gut erleben. Wer wie ich ein paar Tage mehr Zeit hat, kann diese noch mit Ausflügen ins sehr interessante Umland füllen.

Die Altstadt von Riga

Die Altstadt von Riga

Nächtigen muss man übrigens nicht unbedingt im Zentrum. Einen schönen Blick auf die Skyline von der Altstadt hat man im Radisson Blu Daugova auf der anderen Flußseite. Ins Zentrum gelangt man per gemütlichen Fußmarsch über die Brücke in 10 Minuten. Von der Außenfassade des Hotels nicht abschrecken lassen. Die Zimmer sind sehr groß und sauber. Für mich als Sportler top: ein Fitnessstudio (inkl. Indoorpool) einer Kette befindet sich im Erdgeschoss des Hotels und ist für Hotelgäste gratis. Das Laufentraining aber nach draußen verlegen und den Damm entlang joggen!

2) Flugzeit ab Österreich: keine 2 Stunden

Ich hatte dieses Mal die Möglichkeit bequem mit einem extra aufgelegten Flug von Schöner Reisen mit Wiesinger ab Linz zu fliegen. Mach ich ja leider viel zu selten. Top: Im Reisepreis inkludiert auch ein gratis Parkticket am Flughafen Parkplatz und ein Gepäckstück bis 15kg. Die kurzen Wege am Flughafen und der schnelle unkomplizierte Check-in ließen dann sogar noch Zeit für Kaffee und Croissant im Bistro. So lässt es sich auf die Reise einstimmen. Ansonsten fliegt die Air Baltic ab/bis Wien nach Riga.

3) Laue Sommernächte draussen sitzend verbringen

An Restaurants, Bars und Cafés mangelt es der Stadt im Baltikum nicht. Eine Lokalität reiht sich an die nächste und fast jedes verfügt über einen kleineren oder größeren Gastgarten. In lauen Sommernächten verwandeln sich der Livenplatz und der Domplatz in einen einzigen großen Gastgarten. Bei Aperol-Sprizz, Musik und Blick auf das rege Treiben ist Sommer-Sonne-Urlaubs-Feeling vorprogrammiert.

4) Die Riveria des Baltikums

Riga liegt quasi an der Ostsee. Ein Ausflug nach Jurmala ist meiner Meinung nach Pflicht. Easy geht es per Bahn um 2 Euro pro Person eine halbe Stunde Richtung Nord-West an die Riveria des Baltikums.

Nicht nur bei Touristen sehr beliebt, zieht es die Rigenser bei den ersten Sonnenstrahlen in den Kurort.

Um diese Jahreszeit tun lange Strandspaziergänge am endlos scheinenden, breiten Badestrand mit weißem Quarzsand der Seele besonders gut. Der Wind ist noch rauh und die Ostsee kalt, aber eingemurmelt in einem Strandcafe, bei heißem Cappucino und dem Duft des Meeres in der Nase kann nichts schiefgehen.

Der Strand von Jurmala

Der Strand von Jurmala

In Majori, dem Herz von Jurmala, reihen sich Restaurants, Souvenirgeschäfte, Hotels und Boutiquen aneinander und erinnern an Strandpromenaden wie an der italienischen Adria. Beim Flanieren auch die Straße Juras iela beschreiten, dort ist es ruhiger und die einzigartigen Villen aus dem 19. und beginnenden 20. Jh. eingebettet in Kieferwäldern bieten genug Gesprächsstoff. Viele der Häuser sind in der für Jurmala typischen Holzbauweise errichtet.

5) Es grünt so grün

Und zwar im Central Park. In der Tat erinnert er so mitten in der Stadt, mit den kleinen Brücken, den Plätzen zum Picknicken, dem kleinen Fluß und mit der Skyline im Hintergrund an seinen großen Bruder in New York. Es werden auch kurze Touren auf schnuckeligen kleinen Booten durch den Kanal angeboten. Die selbstgemachten Torten, Kuchen und Plundergebäcke in den kleinen Pavillions schmecken nicht nur ausgezeichnet, sie sind auch richtig günstig. (Ein großes Stück Topfen-Heidelbeer-Torte kostet beispielsweise 2,00 Euro, die kl.Topfengolatsche gar nur 60 Cent)

6) Sigulda: Burgen & Schlösser

Praktisch wenn man eine Gruppenreise bucht: man muss nicht, aber man kann an gemeinsamen Ausflügen teilnehmen. Den letzten Nachmittag habe ich mich dafür entschieden einen der angebotenen Ausflüge zu buchen und zwar nach Sigulda. Einerseits wollte ich mich nicht um die Anreise kümmern und andererseits wollte ich vor Ort eine Reiseleitung bzw. einen Reiseführer, der mir zu den Sehenswürdigkeiten auch ein paar Informationen mit auf den Weg gibt.

Obwohl nur 40 Kilometer von Riga entfernt, braucht der Bus schon eine gute Stunde bis zur ersten Sehenswürdigkeit – der Burg Turaida. Vom 30 Meter hohen Hauptturm hat man eine tolle Aussicht über den umliegenden Nationalpark. Weiter geht es zur Gutmannshöhle. Dort sind wir nicht die einzigen. Viele Besucher kommen in die kleine Höhle um sich mit dem reinigenden Wasser Gesicht und Hände zu waschen. Leider ist die Zeit wie immer viel zu kurz, denn in Sigulda könnte man im Gauja Nationalpark auch sportlich aktiv sein: Wandern, Nordic Walking, Kajaktouren oder Biken.

7) What to see?

Die europäische Kulturhauptstadt 2014 zeichnet sich durch die Altstadt aus. Die Gebäude wurden aufwendig restauriert und immer wider entdeckt man hübsche Jugendstilhäuser. Insbesondere in der Straße Elizabetes iela stößt man auf diese Form der Architektur. Ansonsten ist das Stadtbild geprägt von hanseatischem Flair. Fußläufig über das unebene Kopfsteinpflaster erreicht man in der Altstadt die Highlights wie den Rathausplatz mit dem berühmten Schwarzhäupterhaus, die Petrikirche, den Livenplatz und den Rigaer Dom.

Sehenswert ist die Stadt auch von oben. In der Skyline Bar  im 26. Stock im Hotel Radisson Blu nimmt man bei einem Cocktail – ca. 10 Euro – die Vogelperspektive ein. Vom Turm der Petrikirche lässt man den Blick nach allen Seiten hin schweifen. Der Preis von 9 Euro geht dafür in Ordnung.

8) Von der Bauernküche bis zum Italiener

Ich habe selten eine Stadt mit einer derartig hohen Dichte an Lokalen bereist. Quasi gezwungen wird man zur Einkehr. Die traditionelle lettische Küche muss man mögen, ob ihrer Deftigkeit.

Die österreichische Küche scheint daneben wie leichte Haute Cuisine.

Nein ganz so schlimm ist es nicht, aber Gerichte wie Erbsen mit Speck, fettige Sahnesoße, Eintöpfe mit Einbrenn und Fleisch egal in welcher Form dominieren. Alternativ findet der Urlauber allerdings Italiener, Bistros mit internationaler Küche, Fischrestaurants, vereinzelte Sushi- und Asia-Restaurants.

Vegetarier oder gar Veganer haben es allerdings nicht ganz so leicht. Es empfiehlt sich jedenfalls die Speisekarte vor Betreten des Lokals auf geeignete Gerichte zu prüfen. Es stellt sich nämlich schnell heraus, dass oft nicht ein einziges darauf zu finden ist. Wurde man fündig, lässt sich erkennen, dass der Ziegenkäse ein Allrounder bei den vegetarischen Mahlzeiten ist. Zum Glück liebe ich Ziegenkäse :).

9)  Echt lettisch trinken: Black Riga Balsam

Schon am ersten Abend werden wir im Restaurant vom Kellner zum Probieren des Nationalgetränks überredet. Als Aperitif reicht er uns den traditionellen Rigaer Schwarzer Balsam . Der Likör aus Kräutern, Blüten, Ölen und Beeren mit 45 % Alkoholgehalt macht als Aperitif auf alle Fälle hungrig. Ebenso wie man in Riga nicht Hungerleiden muss, wird man auch nicht durstig ins Bett gehen. Ein Besuch einer Bierkneipe gehört zu einem Riga-Besuch dazu. Im beliebten Peter’s Brewhouse zum Beispiel das Biertasting probieren.

10) It’s time to go out

Das Nachtleben spielt sich überwiegend in der Altstadt ab. Nachtschwärmer kommen im Club Coyote Fly auf ihre Kosten, wenn man denn reinkommt. Es kann schon passieren, dass die Mädels einer Gruppe rein dürfen, die Männlein aber draußen bleiben müssen. Eintritt am Wochenende liegt bei 20 Euro pro Person. Im Hardrock wird bei lautstarker Heavy Metal Musik die Nacht zum Tag gemacht. In der Skyline Bar legt ein DJ auf und bringt die Leute hoch über Riga zum Tanzen. Die ausgezeichneten Cocktails tun das ihre. Im Irish Pub Paddy Whelan’s versetzt die Einrichtung und die Menükarte nach England bzw. Irland.

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Leider nicht geil

So genug der Lobeshymnen.  Zu guter Letzt noch ein bzw. zwei Mankos die aufgeführt werden müssen. Als Vegetarier hat man es nicht leicht und es Bedarf Recherche und Genügsamkeit beim Essengehen. Service bei Kellnern leider Fehlanzeige, fast ausnahmslos. Nicht gebrachtes Essen, mürrische Art, falsch servierte Drinks, lange Wartezeiten oder gar Bestellverweigerung stehen hier an der Tagesordnung.

Das soll meine Verliebtheit aber nicht trüben. Ich leg euch die Stadt ans Herz!

Wo und Wie buchen?

Wer jetzt Lust hat die Stadt zu besuchen, kann auf den nächsten Sonderflugtermin ab Linz im nächsten Jahr warten oder auf eigene Faust den Städtetrip ab Wien oder München buchen. Das Reisebüro Schöner Reisen mit Wiesinger ist gerne behilflich.

Wer gerne wie ich mal bequem ab Linz seinen Städtereise starten möchte: Schöner Reisen mit Wiesinger hat in diesem Jahr noch drei weitere Sonderflug-Packages ab Linz: Barcelona, Rom und Sizilien.

Mehr Infos dazu findet ihr >>hier

Die Reise fand auf Einladung von Schöner Reisen Wiesinger statt.

3 Comments

  • Mila sagt:

    Wow…sehr schöner Bericht! Gerade für mich, da ich gerne in nächster zukunft vermehrt Städtereisen machen möchte. Da sind solche Artikel besonders schön, um sich ideen zu holen.

    Lg, mila

    • silvia-tichler sagt:

      Hallo Mila, danke für deine netten Worte. Setz Riga unbedingt auf deine Liste, du wirst es nicht bereuen.

  • Dirk sagt:

    Ich hätte noch gerne etwas über das Preisniveau erfahren. Wie teuer sind Hotels, Restaurants etc? Jurmala ist echt toll, ich fand das morbide Villenviertel hinter dem Strand hochinteressant. Viele Grüsse Dirk

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