Nachdem wir letztes Jahr eine 6-tägige Ayurveda-Kur in Sri Lanka gemacht haben, war für mich schnell klar: Das möchte ich noch einmal ausprobieren – aber länger. Dieses Jahr sind wir deshalb für zehn Tage ins UTMT zurückgekehrt. Mit Erfahrung im Gepäck, aber auch mit der Frage: Bringt eine längere Kur wirklich mehr? Mein/Unser Fazit im aktuellen Blogpost inklusive vieler farbenfroher Bilder aus dem Hotel Underneath the Mango Tree (UTMT). (Werbung)

Was ist eigentlich eine Ayurveda-Kur?
Bevor ich euch mitnehme: Eine Ayurveda-Kur ist kein klassischer Wellnessurlaub. Ayurveda, die „Wissenschaft vom Leben“, verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Es geht darum, Körper, Geist und Seele wieder in Balance zu bringen. Und das passiert nicht nur durch Massagen, sondern durch ein Zusammenspiel aus:
- individueller Diagnose durch einen Ayurveda-Arzt
- täglichen Anwendungen (Ölmassagen, Stirnölgüsse etc.)
- angepasster Ernährung
- Ruhe, Yoga und Meditation
Das Ziel: nachhaltige Veränderung – nicht nur kurzfristige Entspannung. Grundsätzlich verzichtet man bei einer Ayurvedakur auf tierische Produkte (außer Fisch), Alkohol, Kaffee und Industriezucker. Dafür gibt es – wie in unserem Hotel – ausgezeichnete, abgestimmte Verpflegung (leicht, bekömmlich, indisch, gesund), Yoga und herrliche Behandlungen.




Unser Ayurveda-Hotel in Sri Lanka: UTMT
Wir waren – wie schon im Jahr davor – im Underneath the Mango Tree (UTMT) im Süden der Insel. Ein kleines Boutiquehotel mit traumhaftem Blick aufs Meer, eingebettet in tropische Natur.
Was wir dort besonders lieben:
- die Ruhe (kein großes Resort, sondern ein Boutiquehotel)
- die persönliche Betreuung und die europäischen Standards (der Eigentümer ist Österreicher)
- die Kombination aus Designhotel und der hohen Ayurveda-Kompetenz
Man merkt schnell: Hier geht es nicht um „Spa“, sondern um eine ernsthafte Kur – aber in einer unglaublich schönen Umgebung. Eine ausführliche Hotelbeschreibung findet ihr hier>>.


6 Tage vs. 10 Tage Ayurveda – mein ehrlicher Vergleich
Letztes Jahr hatten wir 6 Tage Zeit unseren Körper zu detoxen. Dieses Jahr waren es 10. Zehn Tage waren dabei schon lang und doch vergingen sie wie im Flug. Der Verzicht wäre ja eigentlich nicht tragisch (Alkohol, Zucker, Kaffee) und doch sind wir auf diese Genussmittel fixiert, teilweise sogar süchtig danach. An Tag 5 hatten wir einen Durchhänger: Schon soviel geschafft und das Ende doch noch weit weg, Kopfschmerzen wegen Kaffeeentzug und erschwerend weitere Einschränkungen aufgrund des Stirnölgusses (hier sind 3 Tage lang Pool, Sonne, Sport, bestimmte Obst- und Gemüsesorten sowie kalte Getränke verboten). Nach Tag 6 und mit dem Ende der noch strengeren Ära kam dann aber das High: Pool und Sonne konnten wir wieder uneingeschränkt nutzen, der Welcome Drink beim Abendessen war, genauso wieder möglich wie der Morningrun am Strand.
Und der Unterschied ist größer, als ich gedacht hätte.
Die 6-Tage-Kur:
- perfekter Einstieg
- schnelle Entspannung
- ausgewählte Anwendungen sind aufgrund der kurzen Dauer nicht möglich
- tolles Kennenlernen von Ayurveda
Aber: Kaum ist man angekommen, ist es schon wieder vorbei.
Die 10-Tage-Kur:
- der Körper stellt sich wirklich um
- die Anwendungen bauen aufeinander auf
- ausgewählte Anwendungen sind möglich
- man kommt mental komplett runter
- erste nachhaltige Effekte werden spürbar




