An Bord der A-ROSA Silva – Ein Schiffsportrait

Schon öfters hat man sie an einem vorbeiziehen sehen oder sie liegen an einer städtischen Anlegestelle. Die Rede ist von Flusskreuzfahrtschiffen. Lang und beinah flach schippern sie die Donau & Co entlang und gewähren Einblick auf das Sonnendeck. Hin und wieder erhascht man vielleicht sogar einen Blick ins Innere. Ich durfte Ende Oktober eine Flusskreuzfahrt mit der A-ROSA Silva am Rhein machen. In diesem Beitrag möchte ich euch zeigen, wie so ein Flussschiff nun aussieht und wie sich das Bordleben gestaltet.

Die A-ROSA Silva: ein paar hards facts

Die A-ROSA Flotte umfasst insgesamt zwölf Flussschiffe, die den Rhein, Main, die Mosel, die Seine, die Donau, die Saone oder den Duoro bereisen. Wir kreuzen mit der A-ROSA Silva am Rhein ab/bis Köln mit Antwerpen, Amsterdam und Düsseldorf. Mehr zur Route und unseren Landausflügen gibt es bald am Blog. Die A-ROSA Silva, Baujahr 2012, kann knapp 200 Gäste in 89 Außenkabinen, 4 Juniorsuiten und 2 Balkonsuiten beherbergen.  Das Schiff mit dem A-ROSA Kussmund und der typischen Rose am Bug ist 135 Meter lang und 11,4 Meter breit und vier Decks hoch.

Unser „Zimmer“

Zimmer sagt man auf einem Schiff ja nicht. Es heißt Kabine. Wir haben im Rahmen unserer 6-tägigen Flusskreuzfahrt eine Außenkabine bewohnt. Auch wenn wir bei unserer letzten Mittelmeerkreuzfahrt eine Balkonkabine hatten, ist eine Außenkabine ebenso sehr angenehm. Kurz der Unterschied: eine Balkonkabine hat wie der Name schon vermuten lässt einen begehbaren Balkon. Eine Außenkabine verfügt je nach Schiff über ein großes Fenster, das auch geöffnet werden kann. Beim Fenster in der Außenkabine der A-ROSA Silva handelt es sich zum Beispiel um die Luxusvariante, nämlich um ein Panoramafenster vom Boden bis zur Decke. Meiner Meinung nach ist es eine Balkonkabine, halt mit französischem Balkon, denn die Tür oder das Fenster, kann man komplett aufschieben.

Frische Seeluft und das angenehme Geräusch, wenn das Schiff durchs Wasser gleitet, ist somit garantiert und unbezahlbar.

Bordausstattung

Die Bordausstattung eines Flusskreuzfahrtschiffes ist aufgrund der Größe und der Passagierzahlen im Vergleich zu einem Mittelmeerriesen à la MSC, Aida oder Mein Schiff natürlich eine andere. Ich finde es so aber persönlich sehr angenehm, denn ich konzentriere mich auf Land und Leute, zieh mich mal mit einem Buch auf meine Kabine oder in die Day Lounge zurück. Ich bin nicht abgelenkt von sieben Millionen Möglichkeiten.

Auf einem Flusskreuzfahrtschiff konzentriert man sich aufs Wesentliche.

Das da wäre: ein riesiges Sonnendeck mit Liegen und Sonnenschirmen, ein kleiner beheizter Außenpool, ein Außenrestaurant mit Sonnendach, die Panoramalounge mit Bar und Tanzfläche, ein Restaurant im Innenbereich,  ein Fitnessraum, zwei SPA Behandlungsräume sowie eine Sauna samt Relaxzone. Alles da was man braucht.

Das leibliche Wohl

Besonders hervorheben möchte ich das Essen und die Getränke an Bord. Der Tag startet für Early Birds mit Kaffee und Croissant um 7 Uhr. Weiter gehts mit Frühstück von 7:30 bis 10 Uhr (ist täglich immer ein bisschen anders -> also Tagesprogramm am Vorabend checken). Es gibt eine Station an der Eiergerichtet frisch zubereitet werden, es gibt Fisch, viele unterschiedliche Aufstriche (auch vegan), Käse und Wurstplatten, Obst, Müsli, Jogurt, Milch und Topfen, frisch gebackenes Brot, warme süße Speisen wie Pancakes oder Griesbrei. Croissants, Plunder und Marmelade dürfen natürlich nicht fehlen. Aber Achtung: nicht zu viel essen, denn von 12 bis 14 Uhr heißt es Mittagessen und auch hier gibts volle Auswahl (mind. 4 Hauptgerichte, dazu Salat und Beilagen, on top ein veganes bzw. vegetarisches Gericht und Dessert). Nachmittags wartet eine kleine Kuchenauswahl.

Von 19 bis 21 Uhr wird dinniert, ebenfalls vom Buffet mit gleich großer Auswahl wie Mittags und gleichbleibend hoher Qualität.

Die Abendmenüs variieren jeden Tag komplett und das bei Vorspeise, Salat, Suppe, vier oder mehr Hauptgängen, dem Dessert und einer tollen Käseauswahl. Auch geschmacklich war alles wunderbar: super gewürzt, alles warm bzw. heiß und frisch. Sehr positiv: die jeweiligen Speisen werden in kleinen Behältern präsentiert. Somit wird immer wieder frisch nachbestückt, es sieht immer schön aus und es muss nicht soviel entsorgt werden. An einem Abend gab es auch die Möglichkeit am A-ROSA Fine Dining teilzunehmen. Da bezahlt man einen Aufpreis und bekommt dann ein 4-Gänge Dinner serviert inkl. Weinbegleitung.

Das Leben an Bord

Was macht man denn nun den ganzen Tag an Bord? Die Frage wurde mir häufiger gestellt und darum jetzt ein Einblick in einen meiner typischen Tage während unserer Flusskreuzfahrt.

Ich als bekennende Frühaufsteherin und Coffeeloverin freu mich natürlich über das Early Bird Kaffeeservice.

Danach gehts aufs Laufband im kleinen feinen Gym. Nach einem späten Frühstück geht es an Land. Mittagessen und Kuchenbuffet haben wir meistens ausgelassen. Nachdem das Schiff aber meistens sehr zentral in der Stadt liegt, geht sich in Amsterdam beispielsweise ein schneller Lunch am Schiff aus bevor wir am gebuchten Ausflug teilnehmen (Treffpunkt am Schiff). Zurück an Bord sitzen wir gerne bei einem Glas Roséwein am Sonnendeck. Danach heißt ab auf die Kabine, Aperitif in der Bar, Abendessen und schon ist der Tag vorbei. An unserem Seetag (wir haben erst um 15 Uhr in Düsseldorf angelegt) haben wir eine Massage gebucht und waren in der Sauna, dazwischen wurde in der Panoramalounge ein bisschen gearbeitet. Alles in Allem war jeder Tag ein bisschen anders und somit die Reise sehr abwechslungsreich.

Mehr Infos zu A-ROSA Flusskreuzfahrten

Dies war übrigens nicht meine erste Flusskreuzfahrt. Ich durfte auf der A-ROSA Viva schon auf der Seine ab/bis Paris schippern. Den Blogbeitrag findet ihr hier >>. An dieser Stelle möchte ich mich für die Einladung seitens A-ROSA bedanken. Wie immer spiegelt der Beitrag meine persönlichen Eindrücke wider. Mehr Infos zur A-ROSA Silva findet ihr hier>> und mehr zu A-ROSA generell, also Routen, alle Schiffe etc. gibts hier>>

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