Die Provence – Der französische Süden par excellence (oder Wenn Kopfkino real wird)

Die Provence ist genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Nein, noch schöner. Ich hatte Bilder von kleinen Städten mit süßen Gassen und belebten Plätzen im Kopf, die weißen Wildpferde der Camargue, sanfte Weinhügel und Felder,  die mit Lavendel bewachsen, ein Bild des französischen Südens par excellence zeichnen. Bilder von Roséwein, ellenlangen Käsetheken, Patisserien mit bunten Macarons, süßen Eclairs und typischen Tartes waren genauso da wie Vorstellungen von mittelalterlichen Kirchen und schönen Hafenstädten.

Tja, was soll ich sagen, es ist wirklich so.

Im heutigen Beitrag möchte ich euch mit vielen Bildern einen Eindruck der Provence vermitteln, so wie wir sie auf unserer A-ROSA Flusskreuzfahrt erlebt haben.

Die Provence

Ein klingender Name für eine Region im Südosten Frankreichs, die an Italien und das Mittelmeer grenzt. Bekannt ist die Gegend vor allem für ihre abwechslungsreiche Landschaft, die von den südlichen Alpen und der flachen Camargue bis hin zu hügeligen Weinbergen, Olivenhainen, Pinienwäldern und Lavendelfeldern reicht. Den Süden der Provence bildet die Côte d’Azur mit ihren glanzvollen Orten wie Nizza, Saint-Tropez oder Cannes. Im Rahmen unserer A-ROSA Flusskreuzfahrt „Rhône Route Méditerranée“ hatten wir sieben Tage lang die Möglichkeit diese wunderschöne Region zu bereisen.

Lyon

Start- und Endpunkt der Flusskreuzfahrt ist Lyon. Eine Stadt, zu der ich vorab keinen konkreten Zustand oder Vorstellungen hatte. Umso überraschter war ich von der Hauptstadt der Gastronomie – wie sie auch gerne genannt wird – denn die Stadt am Zusammenfluss von Rhone und Saone hat richtig viel zu bieten und schreit förmlich nach Wiederholung. Zu Lyon werde ich deshalb auch nochmal einen eigenen Beitrag verfassen und verlinke euch diesen dann auch hier.

Viviers

Die kleine Gemeinde in der Ardeche mit ihren knapp 4.000 Einwohnern liegt auf einem Hügel und verspricht schon von unten Großes. In gut zwei Stunden hat man das mittelalterliche Städtchen mit den zahlreichen denkmalgeschützten Bauwerke gut durchlaufen. Tipp: Unbedingt  in der oberen Stadt zum Aussichtspunkt Châteauvieux spazieren, von dort hat man  ein wunderschönes Panorama auf die Dächer der Stadt und das Rhonetal. Von Viviers aus geht es in die Ardeche: Lavendelfelder, eine imposante Grotte und ein Canyon warten. Tipp: Unbedingt Lavendeleis probieren! Da konnte selbst Andi nicht widerstehen.

Avignon

Step by Step hat uns Avignon in seinen Bann gezogen. Enttäuscht vom Papstpalast – dem eigentlich Must-See – haben wir die Stadt der Päpste mit ihren mittelalterlichen Häusern, verträumten Plätzen und Gässchen, der imposanten Befestigungsmauer und der weltberühmten Brücke ins Nichts dann durchaus lieb gewonnen. Tipp: weg vom großen Platz, hinein in die Straßen weiter weg. Typische und hochwertige Mitbringsel kauft man am besten im Le comptoir de Mathilde.

Arles

Wie ein kleines Rom kommt es mir vor. Schuld daran bestimmt das mächtige Ampitheater mitten im Stadtkern, das an das Kolosseum erinnert. An unserem Arles-Tag hatten wir gleich zwei Ausflüge gebucht und so konnte ich die bezaubernde Stadt, die mich beim näheren Betrachten doch mehr an Catania erinnerte, nur bei der morgendlichen Laufrunde beschnuppern. Immerhin konnte ich einen Eindruck gewinnen und weiß: wir müssen wieder kommen.

Die Camargue

Die Camargue – ein Landschaftsidyll aus dem Bilderbuch. Sümpfe, Salzgärten, Reisfelder (ja in der Provence wächst Reis!), Weideland und weitläufige Sanddünen gehen in der Camargue Hand in Hand und sorgen neben den weißen Wildpferden, den rosa Flamingos und den schwarzen Stieren minütlich für WOW-Ausbrüche. Tipp: Nachdem das Meer nicht weit weg ist, einen Abstecher in den bezaubernden Badeort Saintes-Maries-de-la-Mer machen.

Aix en Provence

Die wohl schönste Stadt Frankreichs. Ein Pariser würde das vermutlich nicht unterschreiben, aber die Stadt verkörpert den französischen Süden und den Laissez faire der Franzosen einfach perfekt. Tipp: Auf ein Glas Rosé ins Le Petit Bistrot und das regen Treiben am Platz erste Reihe fußfrei beobachten.

Port St. Louis

Zwischen Fluss und Meer befinden wir uns hier in dieser Hafenstadt. Per öffentlichem Bus geht es an den Naturbadestrand plage Napoléon. Der Strand ist zehn Kilometer lang und mit feinem, dunklem Sand ideal für ein paar Badestunden. Beachtet: es gibt bis auf ein Toilettenhäuschen keine Infrastruktur dort. Dh. Essen und Getränke sowie Badetücher, Liegen, Sonnenschirme sind selbst mitzubringen. Beliebt ist der Strand insbesondere bei Campern, die dort gerne „anlegen“.

Tournon/Tain l-l’Hermitage

Tournon-sur-Rhône bildet mit Tain-l’Hermitage einen spannenden Doppelort, verbunden durch die wunderschöne Brücke von Marc Seguin. Einst für den Autoverkehr errichtet, ist sie heute Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Good to know: die weltbekannte Schokolade VALRHONA kommt dort her. Hergeleitet von Valle du Rhone. Ein Besuch in der Schokoladefabrik – und wenn es „nur“ der Shop ist – ein MUSS.

Fazit

Wenn Kopfkino real wird. Die Provence ist ein wahr gewordener Traum aus Genuss, Landschaft, Flair und  Sightseeing. Die A-ROSA Flusskreuzfahrt dabei eine tolle Art die Region entspannt und bequem zu bereisen. Ich verlinke euch hier gleich mal zur Route>> . Wenn ihr euch das Thema Flusskreuzfahrt nicht ganz vorstellen könnt, hier>> ein Einblick ins Bordleben auf der A-ROSA Luna.

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