Ein weinsinniges Wochenende am Weingut Strommer

Wir spazieren durch den Weingarten, vorbei an gelb-weißen Sauvignon-Trauben. Hin und wieder können wir nicht widerstehen und pflücken eine. Saftig-süß ist sie im Geschmack. Unser Ziel: ein schattiges Platzerl oben am Rosenberg. Genau dort werden wir gleich den Sauvignon Blanc verkosten, an dessen Rebstöcken wir gerade vorbei gewandert sind. Ein seltsames und zugleich ganz wunderbares Gefühl. Definitiv unser Highlight während des Wochenendes am Weingut Strommer im Burgenland.

Gästezimmer Weingut Strommer

Fangen wir von vorne an. Ein perfektes Spätsommerwochenende. Wir sind zu viert und freuen uns schon während der Autofahrt auf die kommenden Tage und – zugegeben – auf das erste Glaserl Weißwein. Perfekt eigentlich, dass wir zu viert sind. Das Weingut Strommer verfügt nämlich über zwei Gästezimmer und die haben alles was man braucht: eine lässig-stylische Einrichtung, ein großes Badezimmer und vor allem eine Infinity-Dachterrasse mit Rundumblick über ganz Purbach, inklusive Leithagebirge und Kellergasse. Letztere ist nämlich nur einen Traubenwurf, sprich zwei Gehminuten, entfernt.

Apropos Trauben: Ein Glaserl Wein wäre jetzt gut!

Daran haben die Strommers natürlich gedacht: Zwischen den beiden Gästezimmern befindet sich nicht nur eine Nespressomaschine, sondern auch ein Weinkühlschrank, prall gefüllt mit all ihren gekelterten Schätzen. Angekommen! Prost!

Weinverkostung am Weingut Leo Hillinger

Bevor wir uns beim Abendessen wieder den Strommer-Weinen widmen gehen wir kurz fremd. Bereits in einer kleinen Welle, geht’s wenige Minuten strommerabwärts Richtung Jois, dem Headquarter von Leo Hillinger.

Der hat uns in sein Weingut eingeladen, inklusive Führung, Verkostung und Jause.

Dort erfahren wir, in erfrischend spritziger Manier, Wissenswertes über Wein, spazieren durch die Weingärten, stehen vor der dicken Berta – die Traubenpresse – und dürfen einen Blick in die heiligen Hillinger-Hallen werfen. Soviel Wissen macht durstig – Wissensdurst quasi. Da kommt die anschließende Weinverkostung genau recht! Wir kosten uns von weiß bis rot, von prickelnd bis spritzig, von leicht bis schwer. Dazu gibt’s eine Brettljause, von der wir vorher niemals für möglich gehalten hätten, dass wir sie verputzen können. denkste.  Ein wirklich empfehlenswertes Erlebnis, wenn man in der Gegend ist. In Wahrheit ein Muss beim Weingut Hillinger vorbeizuschauen!

Kellerschenke Strommer

Zurück geht’s in die Kellergasse nach Purbach. Das zu diesem Zeitpunkt unvorstellbare wartet auf uns: Abendessen. Das nehmen wir an beiden Abenden in der gemütlichen Kellerschenke Strommer ein. Kurz zu den Strommers: Wenn Gott Eva aus einer Rippe Adams schuf, dann erschuf er die Strommers definitiv aus einer Weinrebe.

Die ganze Familie lebt den Wein. Das schmeckt man in jedem Tropfen.

Die Lebensfreude, der Humor und die Gastlichkeit von Tom, Tina & Co. wirken ansteckend und machen auch gleich wieder Appetit. Auf der Karte findet man alles, was zum Wein passt: vom leichten Kürbiskernsüppchen, bis hin zum Käferbohnensalat, Schweinsbraten, Ripperl, alle möglichen reich belegten Brote und vieles mehr. Wer‘s noch schafft, findet auch allerlei Süßes darin. Wir schaffen es immer. Schuld daran sind die Somlauer-Nockerl. Ein Dessert, bestehend aus getränktem, gefülltem Bisquit, umtürmt von Schlag. Einem Somlauernockerl gleich, getränkt und gefüllt, geht es zufrieden ins Bett. Bacchus sei Dank befinden sich die Zimmer nur drei Wankminuten entfernt.

Shoppingtime im Designeroutlet Parndorf

Weil man nicht immer nur Wein trinken kann, beschließen wir tags darauf ins nahegelegene Designeroutlet nach Parndorf zu fahren. Zur Aktivierung der Lebensgeister wird aber in der Kellerschenke Strommer zuvor noch herzhaft gefrühstückt. Mit dem Vorsatz nichts zu kaufen, was wir nicht unbedingt brauchen, fahren wir ca. 20 Minuten ins Shoppingparadies.

Vier Stunden später, haben wir den Vorsatz grandios gebrochen.

Schuld daran sind die über 100 Mode- und Lifestylemarken in dem Shoppingdorf, die das eine oder andere unwiderstehliche Teil für uns bereit hielten. Ein Ausflug dorthin lohnt sich allemal. Unabhängig vom Wetter ist dort immer Action und wir werden sicher wieder hinfahren, wenn wir etwas „nicht“ brauchen.

It’s Wine o’clock

Ein ganz besonderes Highlight wartet nach dem Shopping auf uns. Senior-Winzer Robert Strommer steht schon bereit und entführt uns zu einer Weinverkostung auf seinen 20 Gehminuten entfernten Weinberg, mit dem klingenden Namen Rosenberg. Schon der Weg dorthin ist wie ein Ziel.

Wir spazieren zwischen den Weinreben hinauf auf den Weinberg und naschen die Trauben, die wir später in Weinform probieren dürfen.

Hinter uns eröffnet sich ein wunderbarer Ausblick auf Purbach und den majestetisch schlummernden Neusiedlersee. Auf einem riesigen Steintisch stehen die Flaschen und Gläser bereit. Begleitet von Wissenswertem und der einen oder anderen Anekdote von Strommer-Senior kosten wir uns durch und beobachten, wie der Neusiedlersee immer blauer wird. Wir übrigens auch. Wie schnell zwei Tage vergehen können. Wie schön und lustig zwei Tage sein können! Wir freuen uns auf den nächsten Besuch im Weingut Strommer. Dort tut sich nämlich immer was. In regelmäßigen Abständen findet ein Food-Wine-Market, mit Live-Musik und Foodtruck statt. Auch das eine oder andere Gansl wird im November gerupft, verspeist und mit Wein runtergespült. Alle Infos findet ihr hier>>

Must visit: Der Neusiedlersee

Bevor es nach Hause geht beschließen wir noch einen Abstecher direkt zum Neusiedlersee zu machen. Dazu bietet sich „Das Fritz“ in Weiden am See an. Das Fritz ist ein lässig stylisches Restaurant direkt am Neusiedlersee. Auf der sonnigen Terrasse stärken wir uns für die Heimfahrt und genießen selbstgemachte Limonade, Smoothies und Co. Durst haben wir ja! Ein schöner Abschluss eines grandiosen und weinsinnigen Wochenendes.

 

 

 

 

 

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