Rom in vier Tagen: 60 Kilometer & 90.000 Schritte

So vieles hatte ich mir vorgestellt, so viel von ihr erwartet, so Vieles von ihr erhofft. So viel hat sie mir gegeben. Rom – was bist du für eine Stadt. Der Schrittezähler lief während unserer vier Tage in Rom quasi heiß. Bewusst haben wir uns für vier Nächte in der Hauptstadt Italiens entschieden, war es für mich doch das erste Mal und bestimmt nicht das letzte Mal.

Rom kommt nach Wien auf Platz 2 meiner absoluten Lieblingsstädte weltweit.

Im nachfolgenden Beitrag möchte ich euch einfach einige Impressionen zeigen und euch zusätzlich einen Vorschlag liefern wie ihr in vier Tagen die Highlights von Rom entdecken könnt und das großteils zu Fuß. Immerhin sollen Pasta, Pizza und Gelati nicht als Hüftgold enden.

Tag 1:

Wir holen unsere Omnia Vatican & Rom Card für die Dauer von 72 Stunden ab. Darin enthalten sind die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und Hop on Hop off Bus für 72 Stunden, 2 gratis Eintritte in eine der TOP Sehenswürdigkeiten, Eintritt Petersdom und Vatikanische Museen inkl. Sixtinischer Kapelle. Weiters top: ihr habt überall Fastlane. Gesamtpreis: 113,- Euro pro Person und Ticket. Am ersten Tag flanieren wir also zum Petersdom, fahren Hop on Hop off, besichtigen das Pantheon, die Spanische Treppe und den Trevi Brunnen, essen im wunderschönen Viertel Tastevere und bestaunen das Nationaldenkmal Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II. Ihr seht schon, man kann einiges machen an einem Tag und dabei fast alles zu Fuß bzw. gut geplant mit den Stationen der Hop on Hop off Tour.

Tag 2:

Nachdem mich der Trevi Brunnen und die Spanische Treppe total in ihren Bann gezogen haben, wollte ich die beiden Highlights nochmal ohne Menschenmassen erleben. Um 6:30 Uhr habe ich also das Haus an Tag 2 verlassen und bin per U-Bahn zuerst zum Trevi Brunnen und zu Fuß weiter zur Spanischen Treppe.

Ganz alleine wird man mal wohl nie dort sein, aber morgens um 7 Uhr definitiv sehenswert und um einiges schöner.

Weiter gehts an diesem Tag mit Forum Romanum, zur Piazza Navona und Piazza del popolo. Außerdem führt uns unsere Tour auf einen der sieben Hügeln in Rom. Nämlich rauf zum Aventin. Dort erwartet uns ein  schöner Park mit zahlreichen Orangenbäumen. Warum wir aber eigentlich hochgelaufen sind, ist der Blick durch das wahrscheinlich berühmteste Schlüsselloch der Welt. Das ominöse Schlüsselloch in der großen grünen Tür offenbart einen Blick direkt auf die Kuppel des Petersdom.

Tag 3:

Tag 3 steht ganz im Zeichen des Vatikans und des Petersdoms. Mit unserem 72 Stunden Pass haben wir Fast-Track-Eintritt in den Petersdom und die Sixtinische Kapelle. Man muss sich nur bei Abholung des Tickets für einen Tag und eine Uhrzeit anmelden. Nicht müde, geht es zu Fuß rauf in die Kuppel des Petersdoms. (Achtung: die Auffahrt bzw. den Aufgang muss man trotz des Passes bezahlen) Der Ausblick ist wirklich sagenhaft.

Kleiner Tipp: Falls ihr euren Daheimgebliebenen so wie ich noch altmodisch Postkarten schickt, dann gebt diese doch in einem der zahlreichen Postkästen in Vatikan-Stadt auf!

Nach der Besichtigung der Kirche geht es zu den Vatikanischen Museen inkl. Sixtinischer Kapelle, von der ich leider enttäuscht war. Vom Petersplatz geht es – wie immer – zu Fuß weiter zur Engelsburg.

Tag 4:

Nachdem wir am Abreisetag noch bis 11 Uhr Zeit haben etwas zu machen, haben wir uns entschieden das Kolosseum am letzten Tag zu besichtigen. Mit unserem Pass stehen wir gleich um halb neun in der Fastlane und haben nur vier Personen vor uns. Im Kolosseum kann man sich eigenständig bewegen,  kommt aber nicht auf alle Ebenen. Dazu müsste man eine Führung buchen! Tja und dann neigt sich unser Mädels-Städtetrip auch schon seinem Ende zu. Per Flughafen-Zug geht es easy jede halbe Stunde um 14 Euro pro Erwachsenen (für Kids kostenlos) in 30 Minuten zum Flughafen raus. Anmerkung: Taxi kostet zwischen 50 und 60 Euro und fährt länger.

Fazit

Rom hat mich verzaubert: mit dem Lebensgefühl, dem Essen, dem Flair. Hinter jeder Ecke scheint es, verbirgt sich wieder ein geschichtsträchtiger, wunderschöner Platz. Ich mag einfach Städte, die man zu Fuß erkunden kann.

Und last but not least: der sagenhafte Kaffee. Mein Gott schmecken der italienische Cappuccino und Espresso gut.

Wenn man diese übrigens nicht gerade an den Touri-Hotspots trinkt, ist der auch noch sagenhaft günstig. (3 megagute Croissants plus 2 Cappucinos beim Cafe ums Eck gesamt 6 Euro, Espresso im Lokal um 1 Euro: keine Seltenheit). Ich bin übrigens mit der Wizz Air ab Wien geflogen. Dabei handelt es sich um einen Billigairline aus Ungarn, die viele tolle europäische Städte im Programm hat. Also wohin gehts als nächstes? Tel Aviv steht ganz weit oben auf der Bucket List!

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