Kreuzfahrt-Luft schnuppern auf dem ehemaligen Traumschiff

Oktober 2012: Es war unsere erste Kreuzfahrt. Generell fühlten mein Mann und ich uns ja zu jung um eine klassische Mittelmeer-Kreuzfahrt zu machen. Wir leckten aber durchaus Blut. Unser Fazit nach der einwöchigen Kreuzfahrt auf der FTI Berlin: Kreuzfahrterlebnis mit maritimen, klassischen Flair auf einem kleinen, feinen Schiff abseits viel befahrener Routen.

Das Schiff

Gebucht haben wir spontan Restplätze auf der FTI Berlin. Die heutige BERLIN ist das ehemalige Traumschiff aus der gleichnamigen Serie und ist demnach schon eine alte Lady und hat nichts mit den Ozeanriesen, die derzeit gebaut werden, zu tun. Die Berlin ist ein kleines, klassisches Kreuzfahrtschiff mit viel Persönlichkeit. Insgesamt haben „nur“ 412 Passagiere an Bord Platz und mit einer Länge von 139 Meter und einer Breite von knapp 18 Meter läuft das Kreuzfahrtschiff auch kleine, besonderen Häfen an.  So war bei unserer Kreuzfahrt das absolute Highlight die Durchfahrt durch den Kanal von Korinth.

 

Es gibt kein Kino, kein Theater, kein Casino, keine 20 verschiedenen Bars, keine Einrichtungen für Kinder an Bord. Und das war in Ordnung für uns. Wir wollten lesen, Landausflüge machen, gut Essen und Sonnenbaden an Deck. Und das alles haben wir gemacht. Sogar Sport konnte ich machen. Unter Deck gibt es einen Fitnessraum mit den wichtigsten Gerätschaften für den Ausdauersport und einer Hantelbank.

Einziger Nachteil, wenn man es als Nachteil sehen mag, ist der Altersschnitt der Gäste an Bord: Diese liegt sicher bei über 70 Jahren.

Aber ganz ehrlich, mir ist egal wie alt der Passagier neben mir ist. Ich mach ja Urlaub mit mir und meinen Lieben.

Die Route

Unsere Route sah folgendermaßen aus:

Venedig – Seetag – Itea – Syros /Mykonos – Seetag – Korfu – Split – Venedig

Obwohl Anfang Oktober hatten wir die gesamte Woche über perfektes Sommerwetter. In Itea konnte ich sogar noch im Meer schwimmen.  Itea ist übrigens eine griechische Kleinstadt am Golf von Korinth und wie auch Syros voll mit griechischem Flair und nicht von Touristen überlaufen. Tipp: an der Hafenpromenade entlang spazieren, eines der Cafes aussuchen und Ouzo trinken. Dazu Oliven und Käse  genießen – herrlich. In Mykonos hatten wir das Glück am Nachmittag anzulegen und erst Mitternacht wieder abzufahren. Mykonos: kleine weisse Häuser mit Blumen, blaue Fenster- und Türrahmen, vielen kleinen Kirchen und unzählige Restaurants, Bars und Cafés. Nicht umsonst gilt Mykonos als Ibizia von Griechenland. Für uns war demnach klar, dass wir diesen Abend nicht an Bord des Schiffes verbringen wollten, sondern an Land. Ich sag nur „der Wein von Mykonos“…..

Korfu, die lang gestreckte grüne Insel, ist bekannt für ihre üppige und artenreiche Vegetation und bildet einen Kontrast zum steinigen Mykonos. Wir haben einen Landausflug gebucht und sehen von einem wunderbaren Aussichtspunkt auf die bekannte Mäuseinsel.

Im kroatischen Split waren wir wieder auf eigene Faust unterwegs und spazierten durch die wunderschöne Altstadt und an der langen Uferpromenade entlang.

An den zwei Seetagen wurde uns trotz fehlender Freizeiteinrichtungen nicht langweilig. Am Sonnendeck waren genügend Liegen, in der großen Bibliothek genügend Bücher und in den Bars genügend Getränke!

 

Fazit also: Wem das Kreuzfahrt-Erlebnis wichtig ist, der ist auf der Berlin sicher richtig.

Mehr Informationen zur „alten Lady“ findet ihr hier: MS Berlin von FTI Cruises

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